Politisches

Thursday, 22. may 2008 4 22 /05 /Mai /2008 07:33
Irgendwann habe ich PETA mal ein bisschen Geld gespendet. Seitdem bekomme ich deren Newsletter. Aber ich lese sie nur, wenn ich seeehr gut gelaunt bin, ansonsten drohen nämlich tagelange Depressionen. Heute war es mal wieder so weit. Und wie ich auf den Newsletter klicke, lese ich, dass der Süßwarenhersteller Mars (Snickers, Mars, Bounty, Twix, M&Ms) für die Weiterentwicklung seiner Produkte Tierversuche durchführt. Da werden dann Mäuse gezwungen, Schokolade zu essen, durch verdünnte Farbe zu schwimmen und ein Podest zu suchen oder in der Flüssigkeit zu ertrinken. Oder Kaninchen werden mit cholesterinhaltiger Nahrung fett gefüttert und anschließend verstümmelt, um ihre Blutgefäße zu analysieren. Ich frage mich: Muss das sein? Dass Schokolade ungesund ist, weiß man doch auch so! Ich jedenfalls werde so schnell keine Mars-Produkte mehr kaufen (hab ich eh selten gemacht, weil ich auch ohne Tierversuche weiß, dass Snickers dick macht :-))


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Thursday, 15. may 2008 4 15 /05 /Mai /2008 10:59

Nach den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmannstiftung besteht immenser Handlungsbedarf bei der Qualitätssicherung von Kindertagesstätten. Mehr als 60 Prozent der befragten Träger, Erzieher und Tagesmütter hatten in einer Untersuchung eingeräumt, unzureichend auf die Arbeit von Kindern unter drei Jahren vorbereitet zu sein. Dabei sollen bis zum Jahr 2013 nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bundesweit für rund ein Drittel der unter Dreijährigen Betreuungsplätze entstehen, davon 30 Prozent in der Tagespflege.

Eine bessere Qualität bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren sei vor allem deshalb notwendig, weil Verhaltensstörungen und Aggressionen umso mehr zunehmen, je schlechter die Erzieherinnen qualifiziert sind und je mehr Kinder sie betreuen müssen. Noch immer gibt es heute nach Angaben des Diakonischen Werks Kurhessen-Waldeck Gruppen von bis zu 25 Kindern, für die lediglich 1,5 Erzieherstellen zur Verfügung stehen. Entwicklungsauffälligkeiten könnten so kaum aufgespürt werden, da weder auf die physischen noch auf die emotionalen Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingegangen werden könne.

Um diesen hohen Anforderungen künftig gerecht werden zu können, fordert die DGSPJ in ihrem neuen Positionspapier von der Bundesregierung folgenden Maßnahmen:

1. Fachhochschulausbildung für rund die Hälfte der Erzieherinnen und Erzieher! Bisher erzielen bundesweit nur 3,2 Prozent aller Erzieherinnen einen sozialpädagogischen Hochschulabschluss. Dabei sollten neben Inhalten wie Bindungsaspekten und emotionale Verfügbarkeit auch Aspekte der Selbsterfahrung und Supervision mit einfließen, ohne jedoch den Praxisbezug aus dem Blick zu verlieren.

2. Deutlich bessere altersgewichtete Betreuungsschlüssel für Kleinkinder! Als Richtschnur sehen die Sozialpädiater eine Gruppengröße von bis zu 12 Kindern in der Altersklasse unter drei Jahren an. Für Säuglinge von 9 bis 12 Monaten muss dabei eine Betreuerin für maximal 2 Kinder, für das Alter von 12 bis 24 Monaten eine Betreuerin für maximal 3 Kinder und für Kinder von 24 bis 36 Monaten eine Betreuerin für maximal 4 Kinder vorgehalten werden. Diese Richtwerte werden bislang fast nirgendwo erreicht.

3.
Betreuungszeiten von Kindern außer Haus nicht überstrapazieren! Das Eintrittsalter in eine Krippe sollte in keinem Fall unter neun Monaten liegen. Bei unter zweijährigen Kinder sollte eine halbtägige außerfamiliäre Betreuung nicht überschritten werden.

4.
Gesundheitsaspekte in der Krippe aufwerten! Dazu zählt zum Beispiel die Kontrolle des Impfstatus. Erzieherinnen müssten in die Lage versetzt werden, Kindern eine gesunde Ernährung mit optimierter Mischkost und ausreichende Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.

5. Schaffung eines Gütesiegels für Krippen, die Qualitätskriterien konsequent einhalten!



von Queen Mum - veröffentlicht in: Politisches
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